Zur Zeit beschäftige ich mich aktiv damit, meine eigenen Grenzen zu erweitern, sprich die Comfortzone zu vergrößern. Ich habe Blut geleckt, als ich gemerkt habe, wie erleichternd ein dadurch erweiterter Handlungsspielraum ist.
Eine der größten Schwierigkeiten für mich ist die Angst davor, Fehler zu machen und damit peinlichen Situationen ausgesetzt zu sein.
Zum Beispiel blöde Fragen zu stellen (was oftmal nur Fragen sind, von denen man selbst glaubt, dass sie blöd sein könnten, und oft fragen sich andere auch genau das oder die Frage ist sogar recht gut) fällt mir sehr schwer, da ich Angst habe, das Bild von dem ich gerne hätte, dass es andere von mir haben, zu zerstören.
Input für die Fragen-Schwierigkeit war mein toller Stiefvater. Er meinte, er würde Fachleute Löcher in den Bauch fragen, warum, wieso, weshalb, wo die Schwierigkeiten für sie liegen, warum sie gemacht haben was sie machen, welche Tipps sie geben können.
- super interessante Fragen, die mir dennoch schwer fallen, da ich andere Personen oft einfach als "zu ranghoch" sehe und erst in der Lage bin zu fragen wenn genug Vertrauen oder weniger Respekt da ist und ich sehe, dass diese Leute wirklich auch Menschen sind :)
Im Pferdebereich verhält es sich ja ähnlich.
Kaum jemand hinterfragt die Handlungen von sog. Trainern, geschweige denn die eigenen ("macht man halt so").
Viele trauen sich nicht mit dem Pferd mal etwas einfach auszuprobieren. Dabei hat man eigentlich nur eine 50/50 Chance - entweder es klappt, oder es klappt nicht.
Wenn es klappt hat man eine neue Strategie gewonnen, wenn nicht, dann weiß man dass man etwas anderes probieren kann.
Manchmal ist es hilfreich, einfach zu machen und nicht zuviel darüber zu grübeln was man dabei falsch machen könnte.
Ein wichtiger Schritt ist für mich auch, dass ich gelernt habe nachzufragen wenn ich Dinge nicht verstanden habe oder unsicher war bei einer Aufgabe.
Dennoch ist der Bereich des Fragenstellens nicht ausgeschöpft und es ist zermürbend, als so wissbegieriges, neugieriges Menschlein wie ich es bin, wenn man sich einfach nicht traut ;)
Ich möchte mit diesem Beitrag Mut machen seine tausende "Warum"-Fragen aus der Kindheit neu aufleben zu lassen. Fragt, werdet schlauer, lernt und teilt euer Wissen!!
Von meinen verschiedenen Fragen-Approach/Retreat Strategien werd ich noch berichten :)
Ich freue mich über weitere Inputs und eure Gedanken! Ihr könnt mir jederzeit auch gern eine Email schreiben: Caroline.Neuner@gmail.com :o)
Hallo Caro,
AntwortenLöschendu sprichst mir aus der Seele, leider kann ich meine Gedanken und Gefühle nicht so hervorragend zusammen fassen wie du! ganz liebe Grüße Maria
Das ist ein sehr schöner Text- und trifft es m.M. genau auf den Punkt.
AntwortenLöschenIch merke auch, je mehr man grübelt und nicht einfach mal macht, desto verkrampfter wird man und verschließt sich dem "Frageprozess".
Danke für die tolle "Zusammenfassung"