Donnerstag, 11. November 2010

Never ever knock the curiosity out of a horse!

diesen Satz hat Pat von einem seiner Mentoren (ich glaub es war Tom Dorrance) gesagt gekriegt und ich finde ihn sehr sehr wichtig.

Was ich fast noch wichtiger finde ist: NEVER knock the curiosity out of a human (yourself)!

Wenn ich mir ansehe, wie neugierig Kinder noch sind und wie desinteressiert Erwachsene, dann finde ich das keine gute Entwicklung.
Kinder werden zu oft gebremst in ihren unzähligen "Warum?"-Fragen, bis sie sich es irgendwann abgewöhnen.
Später nimmt man dann die Dinge oft einfach als gegeben hin und fragt sich viel zu selten "Warum?" - ganz stark oft im pferdigen Leben, doch auch im nicht-pferdigen Leben würde es der Menschheit besser tun, öfters nach dem "Warum" zu fragen.


Diese Neugier kann man sich ein Stück weit wieder zurückerobern, wenn man sie mal verloren hat, denke ich. 
Im Umgang mit anderen finde ich es wichtig, sie ihre Träume haben zu lassen, egal wie groß sie sind, egal wie schwierig sie erscheinen und egal wenn man selbst davon nichts hält.
Es gibt nichts schlimmeres, als wenn ein Freund von seinen Träumen erzählt und man ihn darin nicht unterstützt! Es hat nichts mit "realistisch sein" zu tun, wenn man seine Freunde einbremst und ihnen ihre Ziele ausredet - sowas ist einfach unfair und zeugt nicht von einer wirklichen Freundschaft.

Ebenso wichtig ist es, sich selbst nicht von solchen Aussagen von seinen Zielen abbringen zu lassen (Eltern tun das manchmal auch, weil sie wollen, dass das Kind was "richtiges" lernt :D).
Haltet daran fest, egal wie unerreichbar, unrealistisch oder unvernünftig eure Ziele für andere sein mögen - es sind EURE Ziele! 


Auf der Uni habe ich begonnen Dinge wieder mehr zu hinterfragen und mir mehr Gedanken zu machen. Das beginnt bei Kleinigkeiten wie Fremdwörtern die ich noch nicht kenne (auch beim Lesen) oder Dingen über die ich etwas mehr wissen will - ich mache mir da eine kurze Notiz im Kalender und hab dann nach kurzer Zeit meist eine ganze Liste mit Schlagworten oder ganzen Fragen, die ich dann recherchiere.
Nicht selten suche ich wochenlang nach Antworten, frage auch verschiedene Leute dazu wenn ich selber nix drüber finden kann (was diese Leute auch wieder freut, da man ja Interesse am Fach und an ihnen zeigt).


Im Stall zum Beispiel kommen mir immer wieder Huf-Fragen in den Kopf und ich hab auch schon eine Liste mit "Hufschmied Fragen", mit denen ich den lieben Tom löchern werde, wenn er wieder da ist *g* und auch bei Ursula hatte ich eine solche Fragenliste während der Intensivwoche.

Ich finde es wichtig, sich diese kleinen Fragen, die den ganzen Tag dann zwischendurch auftauchen (das ist trainierbar!), zu notieren - ich hätt sonst die Hälfte wieder vergessen nachzuschlagen!

Lasst euch auch nicht entmutigen, wenn ihr eine Frage an zig Leute stellen müsst bis ihr eine vernünftige Antwort habt! (Ich bin Spezialistin darin, genau solche Fragen zu finden, wo ich dann oft höre "Ist halt so" - das ist für mich keine befriedigende Antwort!)



Fragt, seid neugierig, erweitert euer Wissen, knüpft dadurch auch Kontakte, hinterfragt ALLES von JEDEM was ihr hört und übt euch in eurer Kreativität! 
- Das wünsche ich mir von euch und ich bin gespannt auf eure Berichte!

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