Mittwoch, 13. Juli 2011

Das Leadrope

Bei einem Kursbericht einer amerikanischen Trainerin bin ich auf etwas recht interessantes gestoßen, und zwar ging es darum, dass man das Seil immer durchhängen haben sollte, da man sonst daran ziehen würde. Sie wollte, dass jede Übung am durchhängenden Seil klappt (richtig durchhängend). 


Das ist ein Punkt, der mir am Herzen liegt, weil viele Leute in meiner Umgebung das Seil auch durchhängen lassen, egal was sie machen - einfach, weil sie es so gezeigt kriegen. 


Das Ding heißt ja LEAD-Rope. "Lead" heißt "Führen".
Und es soll uns ja eine Hilfe sein, wie jedes Werkzeug, was wir benutzen. 


Wenn wir nun das Seil ständig durchhängen lassen (wollen), ist es uns dann eine Hilfe? Oder ist es nicht oft viel mehr eine lästige Last, die halt durch die Gegend geschleppt wird, weil am anderen Ende das Pferd dranhängt? 


Ein sehr typisches Beispiel ist, wenn die Leute ihr Pferd auf den Zirkel schicken wollen oder dabei die Richtung wechseln wollen. 
Da sage ich sehr gerne "Macht euch das Seil zu Nutze, helft eurem Pferd damit, wenn ihr seht, dass es diese Hilfe braucht". 
Das heißt, ich nehme das Seil kürzer, gebe dem Pferd ein Gefühl damit für die neue Richtung - zeige ihm die neue Richtung damit, indem dass sich der Karabiner zwischen Halfter und Seil ruhig mal auch bewegen darf ;) 


Alles am durchhängenden Seil machen zu können kann ein Ziel sein. Aber solange das Pferd noch Hilfe braucht, sollten wir ihm diese Hilfe auch geben und unsere Tools/Werkzeuge auch nutzen und nicht nur zur Zierde im Sand herumschleifen und drüberstolpern ;) 



1 Kommentare:

  1. Ich finde den Satz sehr treffend: Alles am durchhängenden Seil machen zu können kann ein Ziel sein.
    Hilfsmittel sollte man so wenig wie möglich, aber soviel wie nötig einsetzen.

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