Montag, 10. Oktober 2011

Session 10 - Erfühle die Bewegung deines Pferdes

Heute gibts wieder eine Praxisübung, die ich für sehr wertvoll halte. Du kannst mit oder ohne Sattel reiten, wobei ich dir empfehle beides auszuprobieren. (Ich hab mich ohne Sattel anfangs leichter getan!)
Versuche ein bestimmtes Bein deines Pferdes zu erfühlen, zuerst im Schritt und mit der Zeit und Übung auch in anderen Gangarten (später dann kannst du das auch bei bestimmten Übungen immer wieder mal einbauen, zb. bei einer Hinterhandwendung)

Fühle, wann das Bein abfußt, fühle wie es vorgeführt wird, fühle, wenn das Pferd Gewicht drauf hat.
Mach ein Spiel daraus und sag laut „jetzt“ wenn das Pferd das Bein hebt. (Vielleicht hast du auch jemanden, der dich dabei kontrollieren kann)
Wechsle das Bein ab, bis du alle Beine durch hast. 
Vielleicht tust du dich leichter, wenn du dir davor nochmal die Fußungsreihenfolge der einzelnen Gangarten anschaust.
Hilfreich kann es auch sein, eine Hand auf die Pferdeschulter/Kruppe zu legen um es anfangs besser spüren zu können und du kannst auch die Augen zumachen und dich „ins Bein runterdenken“
Da ich weiß dass einige von euch junge Pferde haben oder Pferde die derzeit nicht geritten werden können:

Lass dein Pferd einen Zirkel um dich herum gehen, während du neutral in der Mitte stehst (das heißt du bleibst stehen und drehst dich nicht mit, gibst das Seil hinter deinem Rücken weiter). Versuche zu spüren wo sich dein Pferd gerade am Zirkel befindet, ob es die Gangart beibehält, ob es vielleicht stehen bleibt oder den Zirkel kleiner macht.... du kannst auch gern die Augen zu machen! 
Fühle die Bewegung des Seils in deiner Hand und höre hin auf die Huftritte, den Takt.
Wenn dein Pferd noch keinen Zirkel gehen kann (muss nicht perfekt sein für diese Übung ;) ), kannst du auch mit ihm einige Runden gehen oder es frei um dich herumlaufen lassen und die Übung dann so machen. 
Sollte dein Pferd zB. krank sein kannst du das natürlich auch mit einem anderen Pferd machen wenn du willst. 
Aus meinen Notizen:
Mir haben beide Übungen sehr geholfen! Ich war immer ganz fasziniert davon wenn Leute merkten, dass das Pferd hinter ihnen zb. vom Trab in den Schritt gefallen ist oder vom Galopp in den Trab. Anfangs hatte ich große Schwierigkeiten damit schnell sagen zu können „Galoppiert mein Pferd am richtigen Fuß? Galoppiert es noch oder trabt es schon, wenn es gerade hinter meinem Rücken vorbeiläuft?“
Ich habe mir daraufhin die Fußfolgen der einzelnen Gangarten nochmal gut angeschaut und durchdacht, wobei es mir immer sehr hilft selbst ein bisschen herumzuhüpfen und diese auszuprobieren *g*. 
Besonders die Übung im Sattel, die von Ray Hunt vorgeschlagen wird, war für mich ein Augenöffner und ich mache sie immer immer wieder! Das hilft mir meine Hilfen zur richtigen Zeit zu geben. 


Bitte poste einen Kommentar über deine heutigen Erfahrungen oder schreib mir per Mail!

16 Kommentare:

  1. Ich reite mein viel Pferd ohne Sattel und einer der Hauptgründe, neben dem Grund, dass es uns beiden Spaß macht, ist, besser fühlen zu lernen. Das bewusste Erfühlen der Fußfolge habe ich allerdings lange nicht mehr so konzentriert geübt, das darf also gerne wieder aufgefrischt werden :) Es ist soooo wichtig, das zu wissen, denn sonst ist eine logische Hilfengebung gar nicht möglich! Spätestens bei den Seitengängen, ist sie unabdingbar.
    Im Schritt lässt sich die Schrittfolge gut fühlen, natürlich ist es bei den Hinterbeinen viel einfacher, als bei den Vorderbeinen.
    Im Trab klappt das recht zuverlässig, sind ja nur zwei Takte *G*
    Im Galopp ist es schwierig, weil mein Pferd noch nicht gut durchgaloppiert unter dem Reiter. Den "richtigen" Galopp kann ich fühlen, mit der Fußfolge habe ich noch Probleme, weil es alles noch etwas unsortiert ist *G*
    Wiederholungsbedarf!!!

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  2. Vielleicht paßt es etwas zu meinem heutigen Reitunterricht...wir werden heute eine Sitzschulung machen mit dem Hipsimo-Stuhl. Das heißt, ich werde auf dem Stuhl Übungen machen und versuchen zu verinnerlichem, dann geht`s auf`s Pferd, ich soll lernen Unterschiede zu fühlen...vorher-nachher. Ob ich dabei aber auch noch auf ein Bein achten kann weiß ich nicht. Ich fide vor allem im Trab beim Aussitzen spürt man es deutlich, die eigene Hüfte kippt ja mit hin und her.
    Ohne Sattel mit meinem Bareback Pad würde ich auch gerne mal reiten, aber mein Pferd ist superempfindlich und ja sehr extrovertiert in allem, der mag es ohne Sattel überhaupt nicht, er wechselt dann zwischen nicht bewegen wollen und dem Druck von oben wegrennen wollen. Ist übrigens auch so mit normalen Satteldecken unter dem Sattel...der liebt sein Theraflex Airpad...ohne das geht`s nicht.

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  3. Caro da hast du meinen wunden Punkt getroffen, ich verzweifel leider an diesen Übungen :-( meine RL macht das so häufig mit mir, Augen zu und reiten und ansage welcher Fuss etc... ich schaffe es inzwischen gut das Pferd nicht zu stören aber das ist eher auf der Basis reiten mit dem Pferd ohne genaueres zu wissen. Ich bin so untalentiert im genauen erfassen der einzelnen Beine. Auch die Übungen ohne Sattel helfen mir da nicht sooo viel weiter. Aber ich probier es später nach der Arbeit mal wieder.

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  4. Osch, muss ja nicht sofort klappen ;) - glaub mir, ich hab selber sehr lang gebraucht bei dieser Aufgabe!
    Ich tu mich am leichtesten ohne Sattel, eine Hand auf die Schulter des Pferdes gelegt oder meinen Fuß so, dass er ans Pferdebein stößt - so kann ich mich auch selbst überprüfen. (Für die Hinterbeine schaue ich gern auch auf den Schatten des Pferdes *g*)

    Nicht verzweifeln, das wird alles mit der Zeit!

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  5. Sylvia, wenn der Galopp noch nicht sooo gut klappt kann das sehr wertvoll sein wenn du hinfühlst ob dein Pferd am richtigen Fuß galoppiert - gerade wenn sie noch nicht sicher richtig anspringen geht diese Übung gut ;)

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  6. Ich mag diese Übung sehr gerne. Habe sie bisher immer nur ohne Sattel gemacht. Wäre sicher interessant, dies mit Sattel zu probieren. Im Schritt und auch mit geschlossenen Augen, fühle ich mittlerweile sofort, welches Bein das Pferd gerade benutzt. Im Trab habe ich meine Probleme und im Galopp habe ich das ehrlich gesagt noch gar nicht probiert. Auf jeden Fall ein guter Anstoss, dies öfter einzubauen.

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  7. Ich hatte lange probleme damit die hinterbeine im Schritt zu erfühlen (bis einer mal so freundlich war mir zu sagen auf was ich achten soll) mittlerweile hab ich da keine probleme mehr. beim galopp bin ich aber manchmal noch etwas unsicher. meine pferde springen normalerweise immer im richtigen galopp an daher hab ich auch nicht wirklich übungsmöglichkeit zu erkennen wenns der falsche ist. (worüber ich andererseits sehr froh bin!!!!!)

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  8. also im Schritt die Vorderbeine abfußen zu spüren finde ich nicht so schwer, mit den hinteren ist es schon schwieriger, im Trab geht es auch , aber nur ab und zu ;-))das rechte Hinterbein kann man auch gut spüren, aber nicht wegen meines "Talents" sondern weil das Pferd vor Jahren mal einen Muskelriss hatte und deshalb mit diesem Bein immer wie durch einen Widerstand tritt. Im Schritt merkt man es sehr deutlich im Trab noch ein bißchen, im Galopp fast gar nicht. Auf alle Fälle ist es eine Aufgabe der ich mich - wie so manch anderen - wohl wieder öfter widmen sollte ;-) Wenns der "falsche" Galopp ist spüre ich es auch aber dann hat es sich auch schon ;-)

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  9. Elisabeth: Da fällt mir das Gelände ein, wo du den Galopp üben könntest

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  10. Gestern beim ausreiten nochmal wieder aufgefrischt, diese Übung. Ging gut, einzig beim Schritt hatte ich erst Probleme. Nach ein paar Mal hinfühlen konnte ich aber dann auch hier die Beine zuordnen.

    Gerade bei der Dressur ist es ja oft wichtig, die Hilfe im richtigen Moment zu geben. Ansonsten verpufft sie einfach, bzw. das Pferd kann nicht optimal wie gewünscht darauf reagieren.

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  11. danke caro, gute idee!

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  12. die Übung habe ich gestern auch gleich auspobiert. Ist gar nicht so einfach. Aber eine tolle Idee, hat Spaß gemacht mal über die Bewegung des Pferdes genau nachzudenken. Und gleichzeitig zu fühlen.

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  13. Also bei uns regnet es schon 2 Tage ununterbrochen. Antjen war da nicht zu denken, aber ich mache diese Übung scho öfter. Im Trab finde ich es am einfachsten.

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  14. Ich finde diese Übung sehr interessant und habe sie auch schon das ein oder andere mal gemacht. Allerdings meist ohne Sattel, mit Sattel finde ich diese Übung echt schwer..... puuhhh, da brauche ich noch einiges an Übung.
    Am Boden, bzw. mit dem Ohr funktioniert sie recht gut. Ich merke gut wenn Pony mal die Gangart hinter meinem Rücken ändert. ;)
    Werde diese Übung auf jeden Fall nun auch öfters mit Sattel machen! :)

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  15. Sobald ich das nächste mal aufs Pferd komme werde ich das mal ausprobieren Fußfolge sollte ich mir wohl auch noch mal ansehen.
    Circelin Game und spühren ob Pferd noch in richtiger Gangart ist klappt bei uns schon gut :)

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