Heute möchte ich gerne mit dir die gestrige Session noch erweitern und verfeinern. Folgende Übung ist eine meiner absoluten Lieblingsübungen und sehr lustig!
- Tu so, als ob/Rollenspiel:
stell dir vor du seits Pat Parelli, Mark Rashid, Ray Hunt, Buck Brannaman oder eine Freundin von dir... wer auch immer dein Vorbild FÜR EINE BESTIMMTE SITUATION ist.
Deshalb ist es hilfreich, verschiedene Vorbilder für verschiedene Eigenschaften und Situationen zu haben.
Schlüpf einfach in diese Rolle, wenn du sie benötigst, zb. beim Reiten, beim Spazierengehen, in einer kniffligen Situation.
Wer sind deine Vorbilder für welche Situation oder Eigenschaft? (Wer kann das was du möchtest besonders gut?)
Wie kannst du dieses Rollenspiel am besten umsetzen?
(Ich zog mir gern meine Chaps und einen Hut an um Pat Parelli zu spielen und hab auch schon mal Englisch mit meinem Pferd geredet *g* Auch die richtige Country-Musik im Auto und im Stall hilft mir mich einzustimmen )
Weitere Fragen, die dir bei dieser Übung helfen:
- Wie denkt diese Person über die Situation? (Was würdest du denken, wärst du diese Person?)
- Welche Glaubenssätze hat diese Person auf die Situation bezogen?
- Wie würde diese Person in dieser Situation handeln?
- Wie würde sich diese Person bewegen?
Es geht nicht darum jemandem nachzueifern und mit Gewalt ein anderer Mensch sein zu wollen, weil man sich selbst schlecht findet - versteh diese Übung nicht falsch! Sie soll dir helfen deine Situation durch andere Augen zu sehen, neue Blickwinkel/Sichtweisen darauf zu bekommen um neue Erfahrungen leichter machen zu können - denn wir wollen uns ja verbessern!
Weiterführende Literatur zu dieser Übung:
- Psycho Cybernetics 2000
- NLP Trainingsprogramm (Feustel, Komarek)
- Playing with Posture I, II (Karen Rohlf)
Wer sind deine Vorbilder für welche Situation?
Welche Erfahrung hast du beim Ausprobieren des Rollenspiels heute gemacht? (Solltest du dein Pferd heute nicht gesehen haben, so kannst du das auch im Alltag ausprobieren, zb. auf der Uni, bei einer Prüfung, beim Treffen mit Freunden...)
Bitte poste einen Kommentar oder schreib mir per Mail!
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Ich habe mir heute vorgestellt ich bin Linda Parelli und ich möchte mein LBI Horse dazu bringen in einer 20x40 Halle ,at liberty um mich herumzuzirkeln in einem schwungvollen Trab ohne dabei Gangart oder Richtung zu verändern.Dies war bisher mein Wunschtraum,aber nicht der meines Pferdes.
AntwortenLöschenAls erstes merkte ich, dass ich aufhören muß rumzuzappeln-nur zielgerichtete Bewegungen zur rechten Zeit mit dem rechten Druck.
Mein Pony reagierte sofort auf mein verändertes Verhalten.Wenn hier heute jemand ins Schwitzen kommen würde dann wollte das diesmal nicht ich sein.
Ich sah Linda vor mir,sich langsam anpirschend mit einem verschmitzten Grinsen um die Mundwinkel und im rechten Moment-schnick!-das Stringende auf den frechen LBI-Popo,den sie mir entgegenstreckte.Und schon war Energie im Pferd.
Nach ca.10 Min.in derer wir über hauptsächlich die Richtung diskutierten,denn Hauptgangart war-oh Wunder-der Galopp,erhielt ich den Trab den ich mir wünschte,u m m i c h h e r u m.
Es fühlte sich an als hätte Linda mich die ganze Session über unterrichtet.
Hmmm nee da "setze ich heute mal aus".
AntwortenLöschenIch denke da fehlt mir Wissen. Ich habe mich bis jetzt sehr auf Parelli konzentriert. Ich habe noch nicht viel von anderen Horseman gelesen etc. da mich das im jetzigen Stadium mehr verwirrt als hilft. Ich bin noch Level 1. Wenn ich auch nur annähernd einschätzen könnte, was Parelli oder sonstwer in dieser und jener Situation machen würde - dann wäre ich bestimmt schon sooooo viel weiter.
Außer das Pat Parelli und ich auf einem Tag Geburtstag haben, haben wir leider NOCH nicht viel gemeinsam...
Ich mache das sogar oft, eigentlich unterbewußt sehr oft schon immer....oft, wenn ich mit meinem damals neuen Pferd nicht weiter wußte, habe ich mich gefragt, was würde Pat jetzt tun...und habe mich in seine Rolle versetzt...dazu kommt, daß ich nie aufhöre mit lernen, daß ich versuche, nie stecken zu bleiben...
AntwortenLöschenJetzt ist es oft situationsbedingt, wenn ich Dressur reite und vor allem wenn ich grad was neues übe, stelle ich mir P.Karl vor, die Leichtigkeit, mit der die Übungen von statten gehen, seinen ruhigen Sitz...oder ich sehe einfach ein Bild vor mir, wie es ablaufen soll, wie es sich anfühlen sollte usw...
Abgesehen von der Aufgabe heute verstehe ich nicht, warum Pat immer lehrt, das Pferd beim seitwärts in die Richtung zu "schieben" und nicht leicht in Bewegungsrichtung zu sitzen.
Er erklärt nie, warum er das nun so macht :-(
Und was das Spazieren im Gelände betrifft, da würde Pat selbstsicherer und mutiger sein, er würde allgemein wohl provokativer mit meinem Pferd spielen. Ich muß auch oft provokativer sein, aber ich bin nicht so mutig im Gelände...vielleicht hilft dieses Rollenspiel dabei...nur heute mache ich das nicht, es ist mir zu windig, einfach keine guten Voraussetzungen.
'Abgesehen von der Aufgabe heute verstehe ich nicht, warum Pat immer lehrt, das Pferd beim seitwärts in die Richtung zu "schieben" und nicht leicht in Bewegungsrichtung zu sitzen.
AntwortenLöschenEr erklärt nie, warum er das nun so macht :-('
Ich stell mir gerade vor was ich zu dem Satz sagen würde wenn ich Mark Rashid wäre :-) dann würd ich alles hinterfragen egal von wem es kommt und meinen eigenen Kopf benutzen. Wenn mir jemand etwas nicht plausibel machen kann dann ist es erstmal einfach falsch und nicht nachahmenswert.
Ich stehe eh häufig auf dem Platz und frage mich was würde Mark tun und mir fällt dann immer wieder ein das er mal schrieb auch seinen eigenen Kopf zu nutzen, feeling zu haben und nicht immer alles so technisch sehen. Dann löst sich schon sehr viel.
Insgesamt hab ich allerdings schwierigkeiten mir das vorzustellen. Ich bin eh viel zu sehr Querdenker.
AntwortenLöschenAber in einzelnen Situationen wie Myriam es beim Spazierengehen beschreibt hilft das bestimmt. Ich werd das heut abend mal mit Pferdi ausprobieren dann bekommt er beim rausgehen mal nen echten Leader vorgesetzt...
Mir fällt diese Übung auch schwer... vor allem am Boden kenne ich mich im "Horsemenship-Bereich" eher weniger mit den ganzen "Ikonen" aus. Leider habe ich für den Bodenbereich einfach gerade niemanden um mich herum, wo ich uneingeschränkt sagen würde "Ja, so will ich sein". Sicher gibt es immer bestimmte Situationen, wo ich denke "Mensch, das hat sie/er aber gut gelöst!". Aber trotzdem tue ich mich da sehr schwer.
AntwortenLöschenBeim reiten fällt mir allerdings sofort jemand ein :) Mit meiner Stute kann ich das etwas schwer beim reiten (dressurmäßig) üben, da ich immer Rückesicht auf die Spat-Beine nehmen muss. Aber bei der Stute einer Bekannten, die ich noch mitreite, werde ich das gleich am Wochenende testen :)
Mein reiterliches Vorbild ist PK. Mal abgesehen von dem ganzen anderen Kram, der sich mittlerweile um dieses Thema ergeben hat - der Mann kann einfach unglaublich reiten. Wer ihn auf mehreren Pferden in Kursen live erlebt hat, sieht, wie sich jedes Pferd innerhalb kürzester Zeit verbessert und strahlt.
Dieses Feingefühl, diese unsichtbaren Hilfen, diesen tollen Sitz - all das würde ich gerne auch mal so können :)
Es geht nicht darum, jemanden UNEINGESCHRÄNKT gut zu finden - das tu ich beim besten Willen niemanden.
AntwortenLöschenSondern eben jemanden, den man IN DIESER SITUATION gut findet.
Und das muss absolut kein "Promi" der "Szene" sein *lach*
hab leider heute keine Zeit gehabt.....
AntwortenLöschen...aaaaber ich hab das ohne dass ich von der Aufgabe wußte schon öfter gemacht, bzw. in einer bestimmten Situation mich einfach gefragt : Bei wem hab ich schon mal das selbe "Problem" gesehen und wie ist er/sie damit umgegangen.
Z.B. wenn meine Stute mal wieder gaaaaanz langsam geht und man sie kaum in Bewegung
bringt, ist mir eingefallen dass z.B. Clinton Anderson immer gesagt hat es ist eine Respektlosikgeit und man muß sich da durchsetzen und nicht zur "nagging mother" werden....also nicht immer mit Phase 1-3 am "Pferd rumnörgeln" sondern mal "Klartext" reden. Fair anfragen aber darauf bestehen dass es gemacht wird was ich möchte.....
und wenn ich mir dann Clinton vorstelle bekomme ich eine sehr klare Körperhaltung ( glaub ich zumindest) und gebe dem Pferd dann auch zu verstehen dass es mit etwas mehr Tempo auch mal rückwärts zu gehen hat und nicht ständig in meiner "bubble" rumhängen muß
hihi ;-))
Oder wenn Pferdi mal etwas aus dem Häusle ist ( was mir mit meinem bisher noch nicht passiert ist, aber mit einem anderen) dann denk ich an Linda, wie sie sagt : "How funny"....oder "how interesting" oder "oh boy"...und dabei lustig ist und lacht und locker ist und nicht da steht und "grantig" wird weil Pferdchen was ganz anderes tut als wir uns vielleicht ab und zu so vorstellen...und schon wird es gleich viiiiiiel einfacher ;-))) Denn wenn man die Geduld verliert oder sauer wird ist das ja bekanntlich eher kontraproduktiv, und dank so mancher Vorbilder hab ich auch geschafft meine (eine meiner) schlechten Eigenschaften - nämlich ungeduldig sein - sehr gut im Griff zu haben.
Wenn ich das Gefühl habe ich muß "runterkommen" dann denke ich sehr gerne an Mark
Rashid der so viel mit Feeling arbeitet wie ich finde. Kleinste Zeichen, kein Rumgefuchtel, und die Pferde fühlen sich wohl in seiner Nähe glaube ich.
Also ich finde es auch nicht schlecht, sich zumindest vorzustellen bei wem man welche Situation schon mal gesehen hat und wie sie es jeweils gelöst haben.....
...bei einem ist es vielleicht mehr das sehr dominante Auftreten, beim anderen der tolle Humor der einen vieles gleich viel leichter sehen läßt und entsprechend lockerer reagieren oder aber das unglaubliche Gefühl im Umgang mit dem Lebewesen Pferd....
Also ich stelle mir teilweise Birger Gisieke vor wie er die Aufgaben meistert und dieses doch so mit leichtigkeit. Ich lese aber auch oft in Foren was andere so machen und versuche diese umzusetzten, was auch ganz gut klappt. Dann freue ich mich riesig wenns auch so gut geklappt wie bei anderen.
AntwortenLöschenAuch versuche ich oft nach anderen Lösungen zu finden eigenständig. Wenn mir nichts einfällt versuche ich an was anderes zu denken und sammel mich nochmal neu.
Ich habe keine konkrete Person vor Augen sondern versuche von jeden mir was abzugucken...
Das ist richtig, situationsbezogen klappt das ganze auch schon eher :) Auch am Boden!
AntwortenLöschenBeim reiten heute hat es übrigens super geklappt, mit dieser Vorstellungs, Pferdchen (Stute meiner Bekannten) ist toll gelaufen, trotz anfänglicher Aufregung wegen der "bööösen" Ecke und Regen, Sturm etc.
Hat sich schön angefühlt! :)
also diese Übung ist irgendwie nicht so was für mich, ich habe irgendwie gar keine wirklichen Vorbilder *grübel* geschweige denn, ich würde sie so gut kennen, um in ihre Rolle schlüpfen zu können. Falls mir doch nochmal eine passende Situation über den Weg laufen sollte, versuche ich aber dran zu denken und das ggf. einzubinden :)
AntwortenLöschenMein großes Vorbild ist der Birger. Ich denke immer darüber nach, was er in der bestimmten Situation machen würde. Da ich noch nicht so lange mit Horsemanschip arbeite, kenne ich auch nur wenig davon. Das wird sich aber ändern.
AntwortenLöschenIch hatte gestern den Versuch unternommen mein Pferd nach Parelli zu verladen.
AntwortenLöschenIch konnte sie auch an den Hänger ran driven. Aber sie wollte unter keinen Umständen rein gehen.
Ich hab es ihr dann versucht vor dem Hänger unangenehm zu machen. Aber ich habe selber gemerkt das ich unsicher bin wenn es um den richtigen druck im richtigen Moment bin. Ich bin einfach zu zaghaft und denke dann ohje das arme Pferd kann nicht. Wobei sie keine Angst zeigt sie will nur einfach nicht rein. Ich habe mir dann gestern abend noch Videos mit Pat und einem LBI Pferd angesehen und habe erkannt wo meine Schwäche ist. Heute werde ich einen neuen Versuch wagen. So schnell gebe ich nicht auf.
Nachdem ich jetzt ein paar Stunden bei meinem Pferd war und die Hänger Sache nochmal versucht habe bin ich froh das ich es gemacht habe. Ich habe erst mit ihr gespielt sie am Hänger rasten lassen und nach und nach hab ich mich näher rangetastet. Ich habe meinen Focus behalten und es ihr überall anders wie am Hanger unangenehm gemacht man konnte sehen wie sie von mal zu mal mutiger wurde am Hänger. Hat zwar ein paar Stunden gedauert. Aber am ende ist sie dann mehrmals rein und wider raus gegangen ohne anspannung. Habe sie dann noch im Hänger gefüttert. Werde das noch ein paar Tage widerholen. Mal sehen ob sich sich schon was gemerkt hat. Auf jeden Fall bin ich total happy das es geklappt hat.
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