Freitag, 6. Januar 2012

Wie soll ein Pferd sich jemals normal verhalten wenn man es immer behandelt als sei es nicht normal?

Was mich immer wieder amüsiert ist, wie sehr die Leute auf der Vergangenheit oder der Rasse des Pferdes herumreiten und die Vergangenheit/Rasse als Ausrede für Dinge nehmen, die sie nicht zustande bringen oder vor denen sie Angst haben.

"Hat früher was schlechtes erlebt" (nur ist das aber schon 10 Jahre her...)
Klar gibts wirklich traumatisierte Pferde - aber 99% von denen, deren Besitzern mit diesem Satz daherkommen, sind es nicht.

Pferd ist Pferd. Auch Pferde bestimmter Rassen kann man anatomisch korrekt reiten. Man glaubt es kaum, alle Pferde haben die gleiche Anatomie, im Sinne von jedes Pferd ist ein Pferd.

Und Vergangenheit ist Vergangenheit. Irgendwann soll man die Ruhen lassen, das Pferd wie ein Pferd behandeln und nicht das Pferd in Watte packen "weil hat ja soviel schlimmes erlebt". 

Ein Pferd braucht Führung und Klarheit, einen Leader (und das gilt für jedes Pferd mit JEDER Vorgeschichte) - und durch 100 Karotten reinstopfen und dem Pferd gut zureden hat es den nunmal leider nicht.



Es verlangt Mut, auch mal bei sich selbst nach der Ursache für Dinge zu suchen, statt alles auf Faktoren zu schieben, die man nicht ändern kann. 
Habt diesen Mut! Alles andere ist eine Sackgasse.

1 Kommentare:

  1. Schön geschrieben, ich hör den Satz auch sehr häufig. Ich selber hatte nie die Ausrede mit der Vergangenheit, mein Pferd hat nie schlechte Erfahrungen machen müssen. Er wurde mit Liebe von einer ganz netten Frau selbst gezogen und ich hab ihn mit 4,5 Jahren bekommen als blutiger Anfänger und da war eher ICH das Problem und das wusste ich auch und nun sind wir ein tolles Team. Egal was andere sagen tue das was du meinst was richtig ist und fange bei 0 an und schau nach vorn dann wird das so war immer mein Motto.

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